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Bücher restauriert im Jahr  2007

Altenburgische Landesordnung1. Fürstl. Sächß. Altenburgische Landesordnung.

Fürstl. Sächß. Altenburgische Landesordnung. - gedruckt durch Joh. Gottfried Richtern F. S. Hofbuchdr. Im Jahre 1705. - Altenburg: Richter, 1705. - [16] Bl., 324, 638, [50] Bl. - [N 554] - Handschriftlicher Eintrag auf der Titelseite: für die zweyte nicht akademische Rathsstelle beym O.A. Gericht

Der Text ist im wesentlichen ein Neuabdruck der Landesordnung vom 1. Februar 1653 ergänzt durch zahlreiche Beifügungen von Gesetzen, Verordnungen und Patenten aus der Zeit zwischen 1653 und 1704. Enthalten ist unter anderem die Hofgerichtsordnung des Hofgerichts Jena von 1653.
Johann Gottfried Richter (genaue Lebensdaten nicht zu ermitteln) war von 1695-1708 als Pächter der fürstlichen Druckerei in Altenburg tätig.

Restaurierungskosten 571,20 Euro
zur Verfügung gestellt von Herrn Rechtsanwalt Helge Klein, Altenburg

Bilderserie:
vor der Restaurierung   danach   Nebeneinander


FIDEICOMMISSIS2. Sachsenspiegel

Repgow. Eike von: Sachsenspiegel. - hrsg. v. Christoff Zobel. - Leipzig: Steinmann, 1582.
 - [5], 528, [42] Bl. - D 10285 -

Eike von Repgow, geb. um 1180 in Repgow, dem heutigen Reppichau im Kreis Köthen, gest. um 1235, war Ministerialer im Dienste des Fürsten Heinrich I. von Anhalt. Der Herausgeber späterer Ausgaben, Christoff Zobel, geb. 1499 in Würzburg, gest. 1560 in Leipzig, arbeitete als Jurist in Leipzig. Der Sachsenspiegel ist das bedeutendste Rechtsbuch des deutschen Mittelalters. Das Ziel seines Autors war die Festhaltung des vorgefundenen Rechtszustandes. Im Ergebnis schuf er dabei aber neues Recht. Der Sachsenspiegel fand in vielen deutschen Staaten Anwendung. In den Thüringer Staaten erfolgte seine Ablösung erst nach 1900 durch das Bürgerliche Gesetzbuch.

Wer sich über den Inhalt des Sachsenspiegels informieren will, kann dies auch am PC erledigen: www.sachsenspiegel-online.de

Restaurierungskosten 1392,30 Euro
mit Mitteln der Sparkassenstiftung Jena-Saale-Holzland
Bilderserie:
vor der Restaurierung   danach   Nebeneinander


Notariat-Kunst3. Notariat-Kunst

Volckmann, Adam: D. Georgii Beyeri Volckmanns emendatus renovatus Das ist vollständig und neuerlich verbesserte Notariat-Kunst, oder Hand-Buch vor Advocaten, Notarien, Amts- und Gerichts-Schreiber. - vormals durch Adam Volckmann heraus gegeben anjetzo aber bey dieser achten Auflage in die brauchbareste Ordnung gebracht, und allenthalben die Materien gründlich und deutlich abgehandelt, auch in vielen Stücken aus den neuesten Landesgesetzen, den berühmtesten Rechtslehrern und Schriftstellern nebst neuen dahin gehörigen Formuln verwehret, solchergestalt, dass nunmehro jeder neuangehender Advocat, Notarius, Amts- und Gerichts-Schreiber in allen vorkommenden Fällen, gütlichen Handlungen und Processen, wo Mund oder Feder nöthig, darinn zum täglichen Gebrauch gnüglichen Unterricht und Muster finden kann. - Jena: Cuno, 1763. - [8] Bl., 1552 S., [16] Bl. - G 1683

Adam Volckmann, geb. um 1614 in Schönbach, gest. 23.03.1664 in Bayreuth, war Notar in Dresden, später Amtsschösser in Pirna, Rechtsrat der Lehensverwaltung Brandenburg, 1661 geheimer Rat, Direktor der Lehenskammer als Nachfolger Georg von Ritterhausens. Der spätere Herausgeber Georg Beyer, 1665-1714 studierte Jura in Leipzig und Frankfurt/Oder und war Professor an der Universität Wittenberg.

Restaurierungskosten 464,10 Euro
zur Verfügung gestellt vom Jenaer Anwaltverein e. V.

Bilderserie:
vor der Restaurierung   danach   Nebeneinander


Sächsisch Lehenrecht und Weichbilt4. Der Churfürstl. Sächs. Handelstad Leipzigk Kauf- und Handels-Recht ...

Johann Georg III.: Der Churfürstl. Sächs. Handelstad Leipzigk Kauf- und Handels-Recht: benebenst unterschiedlichen darzu gehörigen Patenten und Ordnungen ; anietzo Zu männigliches Nachricht zusammen getragen und zum Druck befördert ... - [Leipzig]: Günther, 1683. - [2] Bl., 132 S. - N 329

Johann Georg III. (1647-1691), sächsischer Kurfürst.
Christoph Günther (1677-1691), Drucker in Leipzig.

Der Band ist ein Konvolut verschiedener Titel. Neben dem oben erwähnten enthält er noch folgende Werke:
Restaurierungskosten 1105,50 Euro
Bilderserie:
vor der Restaurierung   danach   Nebeneinander


Sächsisch Lehenrecht und Weichbilt5. Corpus juris civilis

Justinianus: Corpus juris civilis. - Kommentator : Dionysio Gothofredo. - Aureliopoli [Genf] : Vignon & Stoer, 1594. - 2017, 971, 559 S. - B 169

Kaiser Justinian I., geb. Ca. 482 in Tauresium [Taor] bei Skopje, gest. 14.11.565 in Konstantinopel, veranlasste die Kodifikation des römischen Rechts. 529 erschien der Codex Justinianus, 533 die Digesten (oder Pandekten), eine Sammlung von Schriften römischer Juristen, im gleichen Jahr erschienen die Institutionen, eine Art juristisches Lehrbuch, nach 534 erschienen abschließend die Novellae, eine Novellensammlung neuerer Verordnungen. Das Werk hatte weitreichende Bedeutung und war lange Zeit anerkanntes Recht. Den Namen "Corpus juris civilis" erhielt das Werk aber erst im Mittelalter.

Der Kommentator einiger unserer Ausgaben, Dionysio Gothofredo, geb. 17.10.1549, gest. 7.9.1622, war französischer Jurist und Professor in Paris, Straßburg, Basel und Heidelberg.

Vignon betrieb seine Druckerei in Genf. Der angegebene Druckort "Aureopoli" ist fingiert. Einer der für Genf gebräuchlichen lateinischen Namen lautet "Aurelia Allobrogum". Daneben war "Cosmopolis" ebenfalls als Name für Genf gebräuchlich. "Aureopoli" ist wahrscheinlich eine Zusammensetzung aus diesen beiden Namen.

Restaurierungskosten 2915,50 Euro
Bilderserie:
vor der Restaurierung   danach   Nebeneinander


Tractatus de Nullitatibus Processuum ac Sententiarum6. Tractatus de Nullitatibus Processuum ac Sententiarum

Vantio, Sebastiano: Tractatus de Nullitatibus Processuum ac Sententiarum. - Spirae [Speyer]: Keimbachii, 1604. - [14], 685, [63] S. - G 18699 -

Sebastiano Vantius (*1513/14, +1571), Jurist in Rimini, später Bischof in Orvieto. Sein Werk ?Tractatus de Nullitatibus Processuum ac Sententiarum? (Abhandlung über die Nichtigkeit von Prozesshandlungen und Entscheidungen) hat seit 1550 viele Auflagen erfahren. Unser Exemplar aus dem Jahre 1604 dürfte ein Unikat sein. Die Bestimmung des Fingerprints ergab, dass diese Ausgabe in keiner anderen deutschen Bibliothek vorhanden ist.

Restaurierungskosten: 136,85 Euro
zur Verfügung gestellt von Frau RinOLG Zimmermann-Spring

Bilderserie:
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