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Bücher restauriert im Jahr  2015

53.  Derer Durchleuchtigsten/Hochgebornen Fürsten und Herren/ Herrn Johann Ernsts/ … Verbesserte Kirchen-Ordnung/ Off Ihrer Fürstl. Durchleuchtigkeiten gesambte Fürstenthume und Lande gerichtet. – Weimar: Eyliker, 1664. – 3 Bl., 576 S., 16, 11 Bl. [N 17]

Nach dem Tod von Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar teilten seine vier Söhne Johann Ernst (1627-1686), Adolph Wilhelm (1632-1668), Johann Georg (1634-1686) und Bernhard (1638-1678) das Herzogtum in einen weimarischen, einen eisenachischen, einen marksuhlischen und einen jenaischen Teil. Dabei verblieben einige Teile allen vier Brüdern gemeinsam. Die vorliegende Kirchenordnung vom 6. November 1664 galt in allen Landesteilen gemeinsam und ersetzte die bisherige aus der Regierungszeit Herzog Wilhelm IV. Eingebunden ist daneben die Kirchenstuhlordnung vom 1. Januar 1700 der Herzöge Wilhelm Ernst (1662-1728) und Johann Ernst III. (1664-1707). Beide Herzöge führten am 18. Februar 1700 den Gregorianischen Kalender im Herzogtum Sachsen-Weimar ein. Der Band enthält einige Schäden die eine Restaurierung ratsam machen. Dazu sind auf der Titelseite und der Vortitelseite kleine Teile herausgeschnitten. Hier handelt es sich wahrscheinlich um Stempel aus der Zeit der NS-Diktatur, die in einigen Bänden nach 1945 auf solch drastische Art entfernt wurden.

Restaurierungskosten: 476.- Euro zur Verfügung gestellt durch
Herrn Christian Treumann, Kanzlei PF& P Rechtsanwälte, Erfurt 

Bilderserie:
vor der Restaurierung
    danach
    Nebeneinander


54. Vinnius, Arnold: D. Iustiniani, […], Institutionum, […] : Notis perpetuis multo quam hucusque diligentius Illustrati / Johann Ernst Noricus [Hrg.]. – Lipsiae [Leipzig]: Frommannus, 1667. - [10] Bl., 744 S., [14] Bl., [7] gef. Bl. [C 4932] Eine Kommentierung der Institutionen für Unterricht und Praxis von dem niederländischen Rechtsgelehrten Arnold Vinnius (1588-1657), herausgegeben von Johann Ernst Noricus (1634-1678). Ebenfalls in dem Band enthalten: Tituli tractatusque iuris civilis studioso imprimis necessarii […]. – 1676, von Johann Ernst Noricus. Der aus den thüringischen Nordhausen stammende Jurist war 1665 Rektor der Universität Leipzig, ging im selben Jahr als Hof- und Justizrat nach Merseburg (Sachsen-Merseburg), war 1668 Direktor der dortigen Regierung und 1673 Direktor des Merseburger Konsistoriums. Bei dem vorliegenden Band fehlen 4 der 7 Faltblätter. Daneben beginnt der Buchblock sich zu lösen. Eine Restaurierung erweist sich als notwendig.

Kostenvoranschlag: 641.- Euro

Bilderserie:
vor der Restaurierung
   
   


55. Poll, Lucas van de:
De Exheredatione Et Praeteritione Romana atque HodiernaLucae vande Poll, Jurisconsulti, & Antecessoris Ultrajectini, De Exheredatione Et Praeteritione Romana atque Hodierna Liber Singularis. Cum Indice locupletissimo. - Amstelaedami : Halma, 1700. - [9] Bl., 678 S., [7] Bl. [C 67]

Lucas van de Poll (1630-1713) war ein niederländischer Rechtswissenschaftler. 1667 wurde er Dozent an der juristischen Fakultät der Universität Utrecht. 1670 wurde er zum außerordentlichen Professor ernannt, 1674 zum ordentlichen Professor und später zum Professor der Pandekten. 1681, 1696 und 1705 war er Rektor der Alma Mater. Lucas van de Poll arbeitete vor allem auf dem Gebiet des Völker- und Erbschaftsrechts. Er ist auch als Dichter in Erscheinung getreten. Das vorliegende Werk erschien 1700 im Verlag von Francois Halma in Amsterdam. Schäden am Einband beeinträchtigen den Buchblock und bedürfen einer Restaurierung.

Kostenvoranschlag: 714.- Euro

Bilderserie:
vor der Restaurierung
   
   


56. Der Durchlauchtigen Hochgebornen Fürsten und Herrn, Herren Johans Friedrichen des Mittleren und Herren Johans Wilhelmen, Gebrüdere, Hertzogen zu Sachsen … Newe Hoffgerichts Ordnung … - Jehna: Richtzenhayn, 1566. – [17] Bl. - [N 3450/1]

Um sich vom albertinischen Hofgericht in Leipzig unabhängig zu machen gründeten die Herzöge Johann Friedrich der Mittlere (1529-1595) und Johann Wilhelm (1530-1573) 1566 das ernestinische Hofgericht in Jena. Es war der direkte Vorgänger des Oberappellationsgerichtes und des späteren Oberlandesgerichtes. Das Gericht war Berufungsgericht für Entscheidungen anderer Gerichte und Gericht für Streitigkeiten des Adels. Das seit 1544 bestehende Hofgericht in Coburg wurde mit dem Jenaer Hofgericht vereinigt. Die Bibliothek des Hofgerichts ist der Grundstock unserer Bibliothek. zusammen, von denen 5 aus dem Adel kamen (darunter ein Hofrichter) und 4 Juristen der Universität Jena. Es gab 4 Gerichtstage im Jahr, jeweils am Montag nach Oculi (3. Sonntag der Passionszeit), Viti (15. Juni), Egidii (1. September) und Adventus (1.Advent).
Der Band ist verschiedentlich unsachgemäß repariert worden und bedarf einer gründlichen Restaurierung.

Restaurierungskosten: 416.50 Euro

Bilderserie:
vor der Restaurierung
    danach
    Nebeneinander


57. Godefroy, Denis: Corpus Juris Civilis … - Francofurti ad Moenum: Bakthasaris Christophori Wustii, 1688. – [41] Bl., 18 S., Sp. 19-1872, [8] Bl., 1024 Sp., [4] Bl., 456 Sp., [6] Bl., 78 Sp., [1] Bl., 282 Sp. – B 5135

Denis Godefroy (1549-1622) war ein französischer Rechtswissenschaftler. Er studierte in Löwen, Köln und Heidelberg. Nach seinem Studium arbeitete er zunächst an einem Gerichtshof in Paris. Später war er Professor an den Universitäten Genf, Straßburg und Heidelberg. Bekannt wurde er auch durch zahlreiche Veröffentlichungen. Die Bezeichnung „Corpus Juris Civilis“ für diese spätrömische Gesetzessammlung geht auf ihn zurück. Godefroy gab einige Ausgaben dieser Gesetzsammlung heraus. Das vorliegende Werk zusammen mit dem niederländischen Juristen Franciscus Modius (1556-1592). Unser Werk ist eine nach seinem Tod erfolgte Nachauflage.
Der Band weist erhebliche Schäden auf und ist ohne umfangreiche Restaurierung nicht mehr nutzbar.

Restaurierungskosten: 7.021.- Euro

Bilderserie:
vor der Restaurierung