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Bücher restauriert im Jahr  2012

Fürstl. Sächs. Altenburgische Gerichts- und Processordnung 34. Fürstl. Sächs. Altenburgische Gerichts- und Processordnung:
– Altenburg: Richter, 1704. - 286 S. [N 864]

Die Gerichts- und Prozessordnung für den Landesteil Sachsen-Altenburg des Herzogtums Sachsen-Gotha-Altenburg erschien während der Regentschaft von Herzog Friedrich II. (1693-1732). Der Band enthält neben der Gerichts- und Prozessordnung auch die Altenburgische Taxordnung aus dem gleichen Jahr (mit eigener Seitenzählung), in der die Höhe der Amts- und Gerichtsgebühren festgelegt ist. Der Band ist aufgrund seines Zustandes nur noch eingeschränkt nutzbar. Insbesondere ist der Einband bestoßen, der Buchrücken ist bereits teilweise gelöst und der Buchblock sowie der vorhandene Goldschnitt sind stark verschmutzt. Eine Restaurierung erscheint daher dringend erforderlich.

Restaurierungskosten: 612,25 Euro zur Verfügung gestellt durch
BETTE WESTENBERGER BRINK Rechtsanwälte, Erfurt


Bilderserie:
vor der Restaurierung
    danach
    Nebeneinander



Fürstl. Sächs. Altenburgische Gerichts- und Processordnung 35. Afflitto, Matteo D’: Matthaei de Afflictis […] in utrivsque siciliae, neapolisque sanctiones, et constitutiones, novissima praelectio / Io. Anto. Baty. [Hg.] – Lugduni [Lyon], 1556, 302 Bl., 222 Bl., 45 Bl. [P 992]

Matteo D’ Afflitto (ca. 1447 – 1523) entstammte einer neapolitaner Adelsfamilie. Nach dem Studium der Rechte an der Universität von Neapel war er Richter an der Curia Vicaria, Vorsitzender der Camera Sumaria und Mitglied des königlichen Rates unter Friedrich I. (von Aragon). In Neapel lehrte D’ Afflitto römisches Recht, Feudalrecht sowie das königliche Recht. Insbesondere den beiden zuletzt genannten Rechtsgebieten widmete er sich als Autor zahlreicher Erläuterungswerke.
Der vorliegende Band beinhaltet das Lehrbuch des Matteo D’Afflitto zu den in Sizilien und Neapel geltenden Gesetzen und Verfassungen in zwei Bänden, herausgegeben und kommentiert von Johannes Antonius Batius.
Der Band ist aufgrund seines Zustandes derzeit kaum nutzbar und bedarf der Restaurierung. Insbesondere der Einband weist zahlreiche Beschädigungen auf. Der Buchblock ist vom Einband nahezu vollständig losgelöst und erheblich verschmutzt.

Kostenvoranschlag: 2.225,00 Euro
Bilderserie:
vor der Restaurierung
   
 



Fürstl. Sächs. Altenburgische Gerichts- und Processordnung36. Gaill, Andreas: Practicarum observationum tam ad processum judiciarium praesertim camerae, quam causarum decisiones pertenientium libri duo / Andreas Gaill. - Coloniae Agrippinae [Köln]: Gymnicum, 1592. - [68] Bl., [518], 280 S., [4] Bl. [A 254/2]

Der aus Köln stammende Jurist Andreas Gaill (1526-1587) war von 1558 bis zu seiner Berufung an den Reichshofrat in Wien 1569 Beisitzer am Reichskammergericht in Speyer. Der vorliegende Band enthält sein wohl populärstes Werk, die Gaillschen Observationes. Es handelt sich um eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Rechtssprechung des Reichskammergerichts. Im Unterschied zu einer bloßen Spruchsammlung sind die Observationes eine systematische Darstellung der Rechtssprechung, in der Gaill, jeweils ausgehend von einer praxisrelevanten Rechtsfrage, die Entscheidungslinien des Reichskammergerichts herausarbeitet. Den Observationes angefügt sind Gaills Abhandlungen über den Landfrieden, die widerrechtliche Pfandnahme und die zwangsweise Vollstreckung. Das Werk erfreute sich unter den Rechtspraktikern seiner Zeit großer Beliebtheit und wurde insgesamt 29mal aufgelegt, zuletzt 1771.
Aufgrund seines Zustandes ist der vorliegende Band derzeit nicht nutzbar. Einband und Buchblock sind stark beschädigt. Der Buchrücken ist vollständig abgelöst und eingerissen. Zudem ist der Buchblock gebrochen und an der Bruchstelle sind einige Seiten aus dem Buchblock herausgelöst und teilweise bereits verlorengegangen. Von dem Verlust sind die Seiten 529 ff. des ersten Teils, den Observationes, sowie die ersten 24 Seiten der Abhandlung De pace publica betroffen.

Restaurierungskosten: 1166,20 Euro
Bilderserie:
vor der Restaurierung
    danach
  Nebeneinander  



Fürstl. Sächs. Altenburgische Gerichts- und Processordnung37. Vinnius, Arnold: D. Iustiniani, […], Institutionum, […] : Notis perpetuis multo quam hucusque diligentius Illustrati / Johann Ernst Noricus [Hrg.]. – Lipsiae [Leipzig]: Frommannus, 1674. - [10] Bl., 744 S., [14] Bl., [7] gef. Bl. [C 4932]

Eine Kommentierung der Institutionen für Unterricht und Praxis von dem niederländischen Rechtsgelehrten Arnold Vinnius (1588-1657), herausgegeben von Johann Ernst Noricus (1634-1678). Ebenfalls in dem Band enthalten: Tituli tractatusque iuris civilis studioso imprimis necessarii […]. – 1676, von Johann Ernst Noricus. Der aus den thüringischen Nordhausen stammende Jurist war 1665 Rektor der Universität Leipzig, ging im selben Jahr als Hof- und Justizrat nach Merseburg (Sachsen-Merseburg), war 1668 Direktor der dortigen Regierung und 1673 Direktor des Merseburger Konsistoriums. Bei dem vorliegenden Band ist der Buchblock vollständig erhalten, insbesondere sind die zahlreichen Faltblätter unversehrt. Allerdings ist die Nutzbarkeit des Bandes eingeschränkt, aufgrund des losen Buchrückens und weiterer Schäden am Einband.

Kostenvoranschlag: 641,00 Euro
Bilderserie:
vor der Restaurierung
   
 



Fürstl. Sächs. Altenburgische Gerichts- und Processordnung38. Corpus iuris civilis Romani in duos Tomos distinctum […] / Io. Gottl. Heineccius [Vorwort]. - Lipsieae [Leipzig]: Krugii, 1735. – [33] Bl., 1144 S. - Bd. 1 [B 3039/1]

Eine Ausgabe des Corpus Iuris Civilis in zwei Bänden. Der erste Band enthält die Institutionen und Digesten sowie ein Vorwort von Johann Gottlieb Heineccius (1681-1741). Heineccius hatte Philosophie und Recht an der Universität Halle studiert und erhielt 1721 eine ordentliche Professur an der juristischen Fakultät in Halle, folgte 1723 einem Ruf an die Universität im niederländischen Franecker und wechselte nur zwei Jahre später an die Universität Frankfurt/Oder. Im Jahre 1733 kehrte er auf Wunsch des preußischen Königs nach Halle zurück. Seine Werke bereicherten das juristische Schrifttum seiner Zeit insbesondere auf dem Gebiet der Privatrechtswissenschaft. Neben seinen Beiträgen zur römischen Rechtsgeschichte und zum Naturrecht fanden seine Lehrbücher zu den Institutionen und zu den Pandekten große Beachtung. Das vorliegende Exemplar ist mit einem Exlibris der Großherzoglichen Sächsischen Regierungsbibliothek zu Eisenach versehen. Einband und Buchblock weisen starke Gebrauchsspuren auf. Der Buchrücken ist lose und bereits einmal behelfsmäßig wieder befestigt worden.

Restaurierungskosten: 1137,05 Euro
Bilderserie:
vor der Restaurierung
    danach
  Nebeneinander  



Fürstl. Sächs. Altenburgische Gerichts- und Processordnung39. Corporis iuris civilis tomus secundus […] / Io. Gottl. Heineccius [Vorwort]. - Lipsieae [Leipzig]: Krugii, 1735. - 520 S., 340 S. - (Corpus iuris civilis in duos Tomos distinctum […]). - Bd. 2 [B 3039/2]

Das Exemplar des zweiten Bandes des Corpus Iuris Civilis ist in einem ähnlichen Zustand wie das des ersten Bandes. Ebenso wie dieses, weist es die Großherzogliche Sächsische Regierungsbibliothek zu Eisenach als Vorbesitzer aus.

Kostenvoranschlag: 824,00 Euro
Bilderserie:
vor der Restaurierung
   
 



Fürstl. Sächs. Altenburgische Gerichts- und Processordnung40. Stübel, Christoph Carl: Ueber den Thatbestand der Verbrechen, die Urheber derselben und die zu einem verdammenden Endurtheile erforderliche Gewissheit des ersteren, besonders in Rücksicht der Tödtung, nach gemeinen in Deutschland geltenden und Chursächsischen Rechten. - Wittenberg: Zimmermann, 1805. - XXII, 482 S. - H 244

Christoph Karl Stübel, +03.08.1764 in Pausitz, +05.10.1828 in Dresden, war ein bedeutender deutscher Rechtswissenschaftler. Nach Abschluß seines Jurastudiums in Wittenberg habilitierte er sich dort 1789 als Privatdozent und wurde 1795 ordentlicher Professor der Rechte. 1796 wurde er Beisitzer am Schöppenstuhl und dem Hofgericht. Er war maßgeblich beteiligt an der Erarbeitung eines Entwurfs für ein Strafgesetzbuch für das Königreich Sachsen. Die hier vorliegende Schrift ist eines seiner Hauptwerke. Sie weist Beschädigungen am Einband auf. Dazu eine unsachgemäß ausgeführte Restaurierung die korrigiert werden sollte.

Restaurierungskosten: 297,50 Euro
Bilderserie:
vor der Restaurierung
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Fürstl. Sächs. Altenburgische Gerichts- und Processordnung41. Fürstliche Sächsische Landes-Ordnung/ des weiland Durchlauchtigsten Fürsten und Herrn/ Herrn Ernsten/ Hertzogen zu Sachsen/ Jülich/ Cleve und Berg/ Landgrafen in Thüringen … - Gotha: Reyher, 1695. - 8, 271, 572, 220, 4, 205, 32 S. - N 685

Herzog Ernst I, der Fromme, * 25.12.1601 in Altenburg, + 26.03.1675 in Gotha, war der neunte Sohn von Herzog Johann III. von Sachsen-Weimar. 1640 einigte er sich mit seinen Brüdern Wilhelm IV. und Albrecht auf die Teilung des Herzogtums Sachsen-Weimar. Aus dieser Erbteilung entstanden neben dem verkleinerten Herzogtum Sachsen-Weimar die neuen Herzogtümer Sachsen-Eisenach und Sachsen-Gotha. Letzteres fiel an Ernst I. In den folgenden Jahren konnte er sein Territorium erheblich vergrößern, unter anderem 1645 durch Zufall der Hälfte des Herzogtums Sachsen-Eisenach. 1672 trat er die Nachfolge von Friedrich Wilhelm III. an und erhielt damit drei Viertel des Herzogtums Sachsen-Altenburg. Der hier vorliegende Band enthält neben einem Neuabdruck der Landesordnung vom 01.09.1666 zahlreiche Beifügungen verschiedener Jahre sowie einen 1704 erschienenen Abdruck der Gerichts- und Proceß-Ordnung vom 28. März 1670, dazu einige Anhänge der Jahre bis 1694.

Restaurierungskosten: 816,34 Euro  Zur Verfügung gestellt durch
Rotary-Club Jena und Tricolor GmbH, Hermsdorf
Bilderserie:
vor der Restaurierung
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